Rettet die jungen Wildtiere - ein Gewinn für den ganzen Kanton



Videoaufnahmen im Tele M1

Ein sehr gelungener Film von TeleM1, welcher von Thomas Laube initiiert und begleitet wurde. Das Projektziel (Schutz aller jungen Wildtiere – von der Kleinstruktur bis zu den Säugern) wird fokussiert und lässt alle Beteiligten in einem vorteilhaften Licht erscheinen.


Gewinner des Anerkennungspreises JagdSchweiz

Anerkennungspreis Hegepreis JagdSchweiz 2013 geht an die Stiftung Wildtiere

Bei seiner zweiten Austragung konnte die Jury des Hegepreises von JagdSchweiz aus zehn hochstehenden Naturschutzprojekten die besten auswählen. Mit dem Hegepreis zeichnet die Dachorganisation der Schweizer Jäger jährlich die besten und innovativsten Projekte zugunsten der Vielfalt von Lebensräumen und Arten aus.

Anerkennungsurkunde Hegepreis 2013
Der Anerkennungspreis der Jury wird unserem Aargauer Projekt „Rettet

die jungen Wildtiere“ der Stiftung Wildtiere, Natur, Landschaft und Leben verliehen. Über die alljährliche Informationskampagne mit einem informativen Flyer werden die Jäger/innen und Landwirte/ Landwirtinnen für den gezielten Schutz der jungen Wildtiere sensibilisiert und informiert. Zudem wird kontinuierlich die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Jägern und Landwirten verbessert und die Jägerschaft setzt sich mit einem enormen Pensum an Freiwilligenarbeit für die Rettung der jungen Wildtiere vor der Mahd ein.



Projekte zugunsten der Natur und Umwelt sind wichtiger Bestandteil der Jagd. Bis Ende Mai wurden 10 Projekte aus allen Landesteilen an die Jury übermittelt und zeigen erneut die ganze Breite des jagdlichen Engagements zugunsten der Natur.

Der erste Preis geht dieses Jahr an das Vernetzungsprojekt „vernetzt denken - konkret handeln“ von der Jagdgesellschaft Neudorf (LU). Die Jagdgesellschaft hat mit einem Landwirtschaftsbetrieb zahlreiche ökologische Aufwertungen auf ihrem Betrieb umgesetzt. 
 

Der zweite Preis geht an das Projekt „Felsenfalter/ Berghexe, Val Müstair“ von der Società Turettas aus Müstair (GR). Durch die Förderung von Trockenrasenstandorten und Waldrandpflege wurde in einem Gebiet von rund 30‘000 m2 in mehr als 300 Arbeitsstunden ein geeigneter Lebensraum für die bedrohte Schmetterlingsart geschaffen.

 

Der dritte Preis geht an das Projekt „Roveraccio“ der Società Cacciatori Pairolo Sonvico aus Sonvico (TI). Die Jagdgesellschaft hat mit viel Einsatz eine extrem verbuschte Zone auf einem Hügel oberhalb von Sonvico von Unholz gesäubert und eine Lebensraumaufwertung für zahlreiche Wildtiere (Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase) erreicht.

 

Der Anerkennungspreis wird dem Projekt „Rettet die jungen Wildtiere“ der Stiftung Wildtiere, Natur, Landschaft und Leben verliehen. Über die alljährliche Informationskampagne mit einem informativen Flyer werden die Jäger/innen und Landwirte/ Landwirtinnen für den gezielten Schutz der jungen Wildtiere sensibilisiert und informiert. Zudem wird kontinuierlich die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Jägern und Landwirten verbessert und die Jägerschaft setzt sich mit einem enormen Pensum an Freiwilligenarbeit für die Rettung der jungen Wildtiere vor der Mahd ein.

Der Stiftungsrat durfte im Namen aller Aargauer Jägerinnen und Jäger sowie der Landwirte am 29. Oktober 2013 im Luzernischen Neudorf den Anerkennungspreis von JagdSchweiz in Empfang nehmen. Der Stiftungsrat gratuliert allen teilnehmenden Jägerinnen und Jägern sowie den Landwirten des Kantons Aargau für ihr Mitwirken.

 

Der diesjährige Publikumspreis geht an das Hegeprojekt „Hünizug“ der Jagd- und Hegegruppe Dirräwald aus Silenen (UR). Diese bekämpft den Verlust von Äsungsflächen im Gebiet um Silenen. Die Besucher der Webseite JagdSchweiz (www.jagdschweiz.ch) konnten die eingereichten Projekte im Internet beurteilen und ihre Stimme für den Publikumspreis abgeben.


04  Rettet die jungen Wildtiere (AG)

  
Was: Förderung des Selbstverständnisses von Jäger/innen und Landwirten/Landwirtinnen für den gezielten Schutz der Kinderstube der Natur im Frühjahr (Mahd der Heuwiesen)
  

Fläche: 16‘000 ha Wiesland

  
Einsatz: Das Projekt wird aktuell im 3. Jahr durchgeführt und der jährliche finanzielle Aufwand beträgt rund 15‘000 CHF. Alle Aargauer Jagdgesellschaften verteilen die Flyer an die Landwirte ihres Reviers und erklären

Finanzierung: Sponsoring (Beitrag von Verkauf Wildschweinbier, Brauerei Müller, Baden); Spenden Private
     

Weitere Aktivitäten: Fortführung der bisherigen Aktivitäten. Zudem wird die technische Weiterentwicklung wie zum Beispiel der Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkameras verfolgt und sobald einsatzfähig in der Praxis eingesetzt

> Broschüre 2013
 
Anerkennungspreis 2013 JagdSchweiz
> Projektebeschrieb JagdSchweiz
> Bewerbungdossier Hepepreis JagdSchweiz
> Fernsehsendung TeleM1
> Schweizer Bauer
> Schweizer Jäger
> Projektbeschrieb Stiftung Wildtiere
     





Aktion «Mehr Natur im Jagdrevier»

Unter dem Titel «Mehr Natur im Jagdrevier» hat der AJV-Vorstand eine Kampagne lanciert, wonach sich jede Jagdgesellschaft im Kanton Aargau, ob gross oder klein, in den Dienst des Natur- und Tiergedankens stellt und mindestens ein konkretes Aufwertungsprojekt innerhalb der eigenen Reviergrenzen realisiert.

Nach Möglichkeit sollte die Planung und Ausführung neuer Hecken, die Ansaat von mehrjährigen Buntbrachen, die Schonung oder Neuanlage von Feldgehölzen und Hochstammobstgärten als Gemeinschaftswerk der Jäger, Bauern und Forstleuten, aber auch der örtlichen Natur-, Umwelt- und Vogelschutzvereine ausgeführt werden. Dies wäre ein wirklich solider Beweis der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den uns nahe stehenden Grundeigentümern und Umweltorganisationen, ohne deren Unterstützung eine Jagd längerfristig nicht mehr denkbar ist.

1. Ausgangslage

- Lebensraumaufwertung ist für die Jäger ein gesetzlicher Auftrag.
- Diesen Auftrag wollen die Aargauer Jäger ernst nehmen und durch Tätigkeiten ausserhalb der eigentlichen Jagd (Naturschutzarbeiten) erfüllen.




2. Ziel

- In den Jahren 2005 bis 2007 soll jede Aargauer Jagdgesellschaft innerhalb ihres eigenen Jagdreviers eine konkrete Lebensraumaufwertung realisieren und deren Fortbestand sicherstellen.




3. Massnahmen

3.1 AJV

- Der AJV lanciert die Aktion durch entsprechende Orientierung der Jagdgesellschaften.
- Der AJV macht eine Auflistung möglicher Massnahmen und deren Umsetzungsmöglichkeiten.
-
Der AJV bietet den Jagdgesellschaften Hilfestellungen bei allen möglichen Fragestellungen.
-
Der AJV betreibt eine breite Öffentlichkeitsarbeit: Orientierung über Projekt, laufende Ergebnisse, Schlussergebnis.




3.2 Jagdgesellschaften

- Die Jagdgesellschaften suchen nach möglichen Aufwertungsmassnahmen in Absprache mit den örtlichen Natur-, Landschafts- und Vogelschutzorganisationen (Berücksichtigung kommunaler und regionaler Interessen Projekte; LEP [Landschaftsentwicklungsprogramm], ANP [Allgemeine Nutzungsplanung] usw.).
- Jede Massnahme beansprucht Kulturland oder Wald. Eine Realisierung bedarf daher des Einverständnisses von Grundeigentümer und Pächter.
-
Die Jagdgesellschaft führt die Massnahmen, allenfalls zusammen mit den örtlichen Organisationen, durch.
-
Sie betreibt eigene Öffentlichkeitsarbeit und orientiert den AJV unaufgefordert über die getroffenen Massnahmen.








4. Verantwortlichkeiten

- AJV: vakant
- Bezirk: 1 AJV-Vorstandsmitglied, Orientierung an Bezirksversammlungen 2005
-
Jagdgesellschaften: jeweiliger Obmann, Umsetzung und Rückmeldungen an AJV






5. Grobterminplan

- Schriftliche Orientierung Jagdgesellschaften durch AJV Frühjahr 05
- Orientierung an Bezirksversammlungen Frühjahr / Herbst 05
-
Start der Aktivitäten / Umsetzung Frühjahr 05
- Abschluss und Rückmeldungen an AJV Herbst 2007




Mögliche Aufwertungsmassnahmen

-
Heckenpflanzung
Anlage z.B. einer Niederhecke, Achtung für Ökobeiträge bedarf es eines beidseitigen drei Meter breiten Krautsaumes
- Waldrand
Aufwerten eines Waldrandes durch Pflegeeingriffe mit dem Ziel Stufigkeit, Artenvielfalt, Buchten, Kleinstrukturen usw.
- Bachöffnung
Öffnen und renaturieren eines eingedolten Bachabschnittes, unbedingt in Zusammenarbeit mit Kanton als Gewässereigentümer
- Lesestein- / Totholzhaufen
Anlegen von Lesestein- oder Totholzhaufen in bestehenden Hecken, Waldränder usw.

- Baumpflanzung
Pflanzen von Hochstammobstbäumen (einheimische, alte Sorten).
- Pflegearbeiten
Anstelle von Neuanlagen können auch bestehende Naturobjekte durch sachgerechte Pflege aufgewertet werden.
- usw.

In allen Fällen ist eine Absprache und Koordination mit den Betroffenen unumgänglich. Es sind dies vorab Eigentümer, Bewirtschafter, örtlicher Natur- und Vogelschutzverein, Ackerbaustellenleiter usw. Die Aufwertungsmassnahmen sind derart vorzunehmen, dass sie die eidgenössischen und kantonalen Anforderungen für Ökobeiträge erfüllen. Ökobeiträge können gegebenenfalls vom jeweiligen Bewirtschafter basierend auf einem Bewirtschaftungsvertrag geltend gemacht werden.



Unter folgendem Link finden Sie die Dokumentation über die in den Jahren 2005 - 2007 durch Aargauer Jagdgesellschaften ausgeführten Projekte.

» mehr_natur_im_jagdrevier.pdf (PDF, 1.6MB)



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