Aargauer Jagd

Der Kanton Aargau kennt die sogenannte Revierjagd. Der Kanton Aargau hat 210 Jagdreviere auf die Dauer von jeweils 8 Jahren verpachtet, die eine mittlere Grösse von 664 Hektaren aufweisen. Die Jagdreviergrenzen orientieren sich primär an jagdlichen und wildbiologischen Kriterien. Historisch folgen die Jagdreviergrenzen jedoch an vielen Stellen den Gemeindegrenzen.

Zur Pacht eines Reviers können sich so viele Pächter vereinen, wie es dessen Grösse und Beschaffenheit zulassen, mindestens aber drei Jäger/-innen (normalerweise ein Pächter auf 200 ha Revierfläche).


Etwa 1000 Pächter und annähernd so viele Gäste üben das Jagdrecht aus. Vereidigte und meist nebenamtlich tätige Jagdaufseher sorgen für den Schutz des freilebenden Wildes. Sie sind ein fester und unverzichtbarer Teil der Jagdgesellschaften. Die kantonale Sektion Jagd und Fischerei in der Abteilung Wald (Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) überwacht den Jagdbetrieb im Auftrag des Staates.

Jede Jagdgesellschaft entrichtet einen jährlichen Pachtzins an den Kanton und leistet Beiträge an Verhütungsmassnahmen im Wald, wenn diese zum Schutz der standortgerechten Baumarten nötig sind. Zudem gilt die Jagdgesellschaft Schäden ab, die jagdbare Wildtiere an Wald und landwirtschaftlichen Kulturen anrichten.


Daraus werden Beiträge an folgende Institutionen geleistet:

- Forstwirtschaft
- Landwirtschaft
- Naturschutz
- Vogelschutz
- Wildschadenverhütung und -vergütung
- Jagdverwaltung

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