Rettet die jungen Wildtiere

Bauern und Jäger schützen junge Wildtiere vor dem Mähtod

 

Weit über 1‘000 Aargauer Jäger und Bauern engagieren sich jeden Frühling für den Wildtierschutz und machen die Aktion „Rettet die jungen Wildtiere“ zum grössten Umweltschutzprojekt des ganzen Kantons im Frühling.


 


Das Ziel des diesjährigen Projektes ist es, denn Schutz für die jungen Wildtiere in den Gras- und Heuwiesen flächendeckend auf den ganzen Kanton Aargau sicherzustellen. Dieses nachhaltig wirksame Naturschutzprojekt ist mit über 1'000 mitwirkenden Personen aus Jagd und Landwirtschaft eines der grössten im Kanton Aargau überhaupt.

Im Frühling und Frühsommer bringen die Wildtiere ihre Jungen auf die Welt. Säugetiere, Vögel, auch Reptilien, Amphibien und Insekten sind in dieser sensiblen Jahreszeit mit ihrem Nachwuchs und seiner Aufzucht beschäftigt. Die Kinderstube all dieser Tierarten ist heikel und besonders schützenwert. Sie beanspruchen u.a. den wichtigen Lebensraum Wiese und Feld, um den Bestand ihrer eigenen Art zu sichern.
Wir laden Sie herzlich ein, sich mit persönlichem Einsatz an diesem nachhaltigen Projekt zu beteiligen. Ihr aktives Engagement ist nötiger den je!

 

 


Und ein Link auf die Broschüre zum "Blättern".


http://bit.ly/1s5qMHN


 

 

Die Stiftung Wildtiere Aargau setzt sich seit einigen Jahren intensiv für das Wohl der Wildtiere ein. Das augenfälligste Projekt ist der Schutz der Jungtiere vor dem Mähtod. Ein Anliegen, das sowohl Bauern als auch Jägern sehr wichtig ist. Betroffen sind Tiere, wie beispielsweise Reptilien, Amphibien, Säuger wie Rehkitz, Feldhase oder Igel, über bodenbrütende Vogelarten bis hin zu der artenreichen Insektenwelt wie Bienen, Falter oder Heuschrecken.


Es geht vor allem um die Jungtiere, die ihre ersten Lebenstage oder –wochen oft in der Wiese verbringen. Die Wiesen leisten einen grossen Beitrag zur Biodiversität nicht nur im Bereich der Flora. Durch das Bewirtschaften entstehen Nutzungskonflikte. Insbesondere beim Mähen. Wittert beispielsweise ein Rehkitz Gefahr, so flüchtet es nicht, sondern duckt sich ins Gras um sich noch besser zu verstecken. Der Bauer hat so keine Chance das Reh rechtzeitig zu sehen. In den letzten Jahren wurde das Mähen immer effizienter. Heute sind häufig Kreiselmäher an Front und Seite im Einsatz. Diese können bis 10 Meter Mähfläche schneiden und das in atemberaubender Geschwindigkeit. Damit die Jungtiere eine bessere Überlebenschance haben, wurde das Projekt „Rettet die jungen Wildtiere“ lanciert, welches dieses Jahr bereits zum vierten Mal durchgeführt werden kann.


In einer eindrücklichen Demonstration präsentierten Jäger und Landwirt, wie auf einfache aber effektive Art viel erreicht wird: Grundsätzlich sollte der Bauer vor dem Mähen unbedingt die zuständige Jagdgesellschaft  informieren, damit diese das Feld am Vortag mit Scheuchen „verblenden“ kann. Die Vergrämungstechniken sind oftmals sehr verschieden – in ihrer Wirksamkeit jedoch genügend. Zum Einsatz gelangen Fahnen, Folien, raschelnde Papiersäcke, aber auch Ballone, Blinker oder Absperrbänder. Wichtig ist, dass sich die Materialien im Winde bewegen und wenn möglich Geräusche geben. Dadurch realisiert die Rehgeiss, dass sich im Feld etwas verändert hat und wird ihre Kitze in der Nacht aus dem Feld holen.


Aufwändig aber sehr effizient ist das Absuchen der Felder mit ausgebildeten Suchhunden. Diese werden an der langen Leine durchs Feld geführt und geben Laut, wenn sie ein Wildtier aufspüren. Wird die Wiese regelmässig beobachtet, lässt sich oft feststellen, wo Vogelgelege sind oder, ob Rehgeissen zu ihrem Kitz hingehen.


In den letzten Jahren wurde das Mähen immer effizienter. Heute sind häufig Kreiselmäher an Front und Seite im Einsatz. Diese können bis 10 Meter Mähfläche schneiden und das in atemberaubender Geschwindigkeit.

 

Während dem Mähen gilt die Regel „von innen nach aussen“ und es sollte ein Rückzugsstreifen erhalten bleiben. Auch ein Anschnitt rund um das Feld am Vortag zeigt der Rehgeiss, dass sich etwas verändert hat. Für Insekten und Reptilien ist es wichtig, dass beim Mähen eine Schnitthöhe von 10 – 15 Zentimetern befolgt wird.

 

Wie viel die von der Fachwelt propagierten Massnahmen (von innen nach aussen schneiden, Schnitthöhe, Rückzugsstreifen) tatsächlich nützen, hat Thomas Baumann in einem Studienprojekt erforscht. In verschiedenen Feldern hat er auf einem Quadratmeter die Anzahl Heuschrecken gezählt. Vor, während und nach dem Grasschnitt. So konnte er wissenschaftlich aufzeigen, dass die erwähnten Massnahmen auch tatsächlich von Nutzen für die Fauna sind.

Die besten Resultate werden erreicht, wenn Jäger und Landwirte eine gute Informations- und Gesprächskultur pflegen und auf ein gemeinsames Ziel hin arbeiten. Das nützt nicht nur den jungen Wildtieren sondern dient auch dazu, weitere heikle Schnittstellen zwischen Landwirtschaft und Jagd zu pflegen.

 


Publikationen 2014:


Medienmitteilung vom 10. Juni 2014

 




Publikationen 2013:


Rettet die jungen Wildtiere, Tele M1 27.06.2013


Schweiz am Sonntag, Ausgabe 19.5.2013

Lenzburger Bezirksanzeiger, Ausgabe 16.5.2013

Schweizer Bauer 18.5.2013


Schweizer Jäger Juni-Ausgabe 2013

Eine Wiege in der Frühlingswiese (Schweizer Familie Juni 2013)



Broschüren:


Rettet die jungen Wildtiere 2014

 

Rettet die jungen Wildtiere 2013

Rettet die jungen Wildtiere 2012

Rettet die jungen Wildtiere 2011 (ausführliche Fassung)

Präsentation vom 17.4.2011 an der Jägerlandsgemeinde in Aarburg

 

 

 

Wettbewerbsgewinner 2013:

 

Gottfried Geisseler, Geltwil     (1. Preis; Fr. 1000.--)

Carlo Rätzer, Othmarsingen    (2. Preis; Fr.  600.--)

Martin Keusch, Boswil             (3. Preis; Fr.  400.--)



 

Wettbewerbsgewinner 2012:


Jakob Graber, Vordemwald          (1. Preis 1'000 Franken)
Tanja Mahrer, Möhlin                   (2. Preis 600 Franken)
Rudolf Zulauf, Schinznach-Dorf     (3. Preis 400 Franken)

Rettet die jungen Wildtiere

Die Stiftung Wildtiere hat sich für den Hegepreis 2013 von Jagd Schweiz beworben. Die Prämierung erolgt am Dienstag, 29. Oktober 2013

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